Vorteile der Außenabdichtung
- Schutz der gesamten Bausubstanz: Die Außenabdichtung verhindert, dass Feuchtigkeit und Salze ins Mauerwerk eindringen. Das schützt nicht nur den Innenraum, sondern auch die Substanz des Gebäudes – ein unschätzbarer Vorteil für den Werterhalt.
- Verbesserung der Energieeffizienz: Trockene Wände dämmen besser als feuchte. Eine Außenabdichtung senkt den Energieverbrauch und sorgt für ein angenehmes Raumklima.
- Nachhaltige Lösung: Bei fachgerechter Ausführung sind Standzeiten von mehreren Jahrzehnten möglich. Die Außenabdichtung ist damit eine der nachhaltigsten Methoden im Feuchteschutz.
Herausforderungen und Grenzen
- Erdarbeiten
Um die Kellerwände von außen abzudichten, müssen sie freigelegt werden. Das bedeutet: Aushub, Abstützung, ggf. Abbau von Terrassen, Wegen oder Außenanlagen.
- Nicht immer umsetzbar
In dicht bebauten Gebieten, bei angrenzenden Nachbarhäusern oder aufwändig gestalteten Grundstücken ist der Zugang zur Außenwand oft nicht möglich.
- Risiken
Fehler bei der Ausführung, wie unzureichende Untergrundvorbereitung oder unsaubere Anschlüsse, können zu Feuchteschäden führen. Auch die Wahl des falschen Materials oder eine zu dünne Abdichtungsschicht können Fehlerquellen sein.
Wann ist die Außenabdichtung sinnvoll?
Eine Außenabdichtung ist sinnvoll bei
- Neubauten, da hier der Zugang zur Außenwand problemlos möglich ist
- Sanierungen, wenn die Bausubstanz bereits stark durchfeuchtet oder geschädigt ist
- dauerhaft hoher Feuchtebelastung oder drückendem Wasser
Die Planung und Ausführung der Abdichtung richtet sich nach der Wasserbelastung . Die DIN 18533 und die WTA-Merkblätter bieten wichtige Orientierung für die Wahl des richtigen Systems.
Zusammenfassung Außenabdichtung
Die Außenabdichtung ist die nachhaltigste Lösung für den Feuchteschutz – vorausgesetzt, sie ist baulich möglich und wird fachgerecht ausgeführt. Sie bietet umfassenden Schutz für Gebäude und Bewohner, ist aber nicht in jedem Fall umsetzbar.
Dipl.-Ing.
Jörg Bogs
Technischer Leiter
Unser Experte
Jörg Bogs ist Diplom-Ingenieur und ausgewiesener Experte für Bauwerksabdichtung sowie die nachträgliche Abdichtung erdberührter Bauteile. Seit 2003 ist er bei der ISOTEC GmbH tätig, heute als Technischer Leiter und Prokurist. In dieser Funktion verantwortet er die technische Qualitätssicherung, die Produkt- und Sortimentsentwicklung sowie die Betreuung und Ausbildung der ISOTEC-Fachbetriebe. Er leitet das WTA-Referat 4 „Bauwerksabdichtung“ und ist Schriftführer der WTA-Arbeitsgruppe 4-6 („Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile“); zudem ist er Mitautor zahlreicher WTA-Merkblätter. Als stellvertretender Fachbereichsleiter Bautenschutz im DHBV verbindet er Regelwerksarbeit mit praxistauglichen Standards. Ein weiterer Fokus liegt in der Aus- und Weiterbildung im Holz- und Bautenschutz. Als Referent und Autor, unter anderem bei den Aachener Bausachverständigentagen, vermittelt er Abdichtungsthemen klar, prüfbar und anwendungsnah.
Schwerpunkte:
- Bauwerksabdichtung und Sanierung feuchtebelasteter Bauteile
- Leitung WTA Referat 4 - Bauwerksabdichtung
- Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile (WTA AG 4-6)
- Technische Qualitätssicherung, Prüf- und Bewertungsansätze
- Forschung & Entwicklung, Produkt- und Sortimentsentwicklung
- Betreuung, Aus- und Weiterbildung von Fachbetrieben (Holz- und Bautenschutz)
- Regelwerks- und Merkblattarbeit (WTA, DHBV) sowie Fachvorträge/Fachpublikationen
FAQs Eignung einer Außenabdichtung
Wann lohnt sich eine Außenabdichtung besonders?
Sie ist vor allem bei Neubauten, hochwertig genutzten Kellern oder dauerhaft hoher Feuchtebelastung sinnvoll. Drückendes Wasser macht sie häufig zur bevorzugten Lösung.
Wann ist eine Außenabdichtung nicht möglich?
In dicht bebauten Gebieten, bei angrenzenden Gebäuden oder wenn Außenanlagen nicht entfernt werden können, ist der Zugang zur Außenwand oft nicht gegeben.
Wie wirkt sich eine Außenabdichtung auf die Energieeffizienz aus?
Trockene Wände haben eine bessere Dämmwirkung, was Heizkosten spart und das Raumklima verbessert. Im Zuge einer Außenabdichtung werden die abgedichteten Flächen mittels Perimeterdämmplatten geschützt. Dies spart zusätzlich Energie.
Welche baulichen Arbeiten sind für eine Außenabdichtung notwendig?
Die Kellerwände müssen vollständig freigelegt werden, was Aushub, Abstützungen und den temporären Rückbau von Terrassen oder Wegen erfordert. Diese Arbeiten stellen einen wesentlichen Teil des Aufwands dar.