Kontrollschacht - Was Sie über den Drainageschacht wissen sollten:
Kontrollschächte ermöglichen es, die vorhandene Drainage auf ihre Funktion zu überprüfen, warten und spülen. Durch die unverzichtbaren Verbindungsstücke zwischen den jeweiligen Drainagerohren wird eine Drainage zeitgemäß und stets flexibel.
Wie wird ein Kontrollschacht verlegt?
Kontrollschächte werden lediglich bei Ringdrainagen eingesetzt. Ringdrainagen werden im Erdreich, unterhalb des Kellerbodens, rund um ein Gebäude verlegt. Dabei werden Stangendränrohre verwendet. Diese werden mit einem speziellen Vlies ummantelt und anschließend zum zusätzlichen Schutz in ein Kiesbett verstaut. An jedem Richtungswechsel und spätestens nach 50 Metern, wird ein Kontrollschacht eingesetzt. Dieser sorgt, wie der Name bereits vermuten lässt, für ein kontrolliertes Fließen des Wassers. Außerdem wird der Wasserdruck reduziert und eindringende Verschmutzungen vermieden. Sofern Sie eine Drainage gemäß der DIN-Norm 4095 verlegt haben möchten, ist ein Kontrollschacht unerlässlich.
Worauf sollten Sie bei einem Kontrollschacht achten?
Ein Kontrollschacht ist ein T-förmiges Rohr mit unterschiedlichen Abgängen. Neben einem Aufsatzschacht verfügt ein Kontrollschacht ebenfalls über eine Schachtabdeckung, die Ihre Drainage vor Verschmutzungen schützt. Neben dem Unterschied verschiedener Öffnungen am Schacht sollten Sie ebenfalls über die Herkunft informiert sein. So werden Kontrollschächte aus Rollenware stets für den Außenbereich (Garten und Landwirtschaft) und Kontrollschächte aus Stangenware, für Drainagen rund ums Haus verwendet. Den wesentlichen Unterschied der jeweiligen Kontrollschächte liegen in der Struktur und Flexibilität, die ausschlaggebend für den Wasserdruck sind.
Tipp: Sie erkennen Kontrollschächte aus Stangenware an deren orangen Farbe und Kontrollschächte aus Rollenware an deren gelbe Farbe.
Eine Drainage verlegen gilt oft als Heilmittel gegen aufstauendes Sickerwasser und eindringende Feuchtigkeit. Doch oftmals reicht eine fachmännische Außenabdichtung als Objektschutz aus.
Wieso Sie eine Drainage niemals selbst verlegen sollten, erfahren Sie hier:
Tagtäglich erreichen uns Kunden, die eine unzureichende Drainage vor Ort haben. Ob mangelnde Ausführungen oder falsche Materialien. Damit Ihnen das nicht passiert und Sie im Endeffekt nicht doppelt zahlen, sollten Sie im Voraus richtig handeln und einen Experten zurate ziehen. Abgesehen davon, dass eine Drainage allein gar nicht die perfekte Lösung für Ihr Objekt ist, sollte sie jedoch, sofern erforderlich, in jedem Falle von erfahrenen Fachpersonal ausgeführt werden. Grundsätzlich macht eine Drainage nur Sinn, wenn auch eine funktionstüchtige Abdichtung vorhanden ist.
FAQs Kontrollschacht
Wie wird ein Kontrollschacht fachgerecht verlegt?
Er wird in ein Kiesbett eingebettet, gemeinsam mit den zuvor mit Vlies ummantelten Stangendränrohren. Dabei erfolgt die Platzierung im Erdreich unterhalb des Kellerbodens und nach den Vorgaben der DIN‑Norm 4095.
Welche Funktion erfüllt die Schachtabdeckung eines Kontrollschachts?
Die Abdeckung schützt den Schacht und die gesamte Drainage vor eindringenden Verschmutzungen. Dadurch bleibt die Funktionstüchtigkeit des Systems langfristig erhalten.
Was bedeutet die Bezeichnung DN auf einem Drainageschacht?
Sowohl auf Drainageschächten als auch auf Drainageschläuchen und Rohren findet man häufig die Bezeichnung DN und eine folgende Zahl. Diese beschreibt die durchschnittliche Nennweite die den Durchschnitt eines Drainageschachts, Drainagerohrs oder Drainageschlauch bestimmt.
Ist die Verlegung eines Kontrollschachtes Pflicht?
Gemäß der DIN-Norm 4095, welche die Richtlinien und Regeln erdberührter Drainagen festlegt, ist die Verwendung eines Kontrollschachtes bei einer Ringdrainage Pflicht. Jeder Experte würde Ihnen ebenfalls zu nichts anderem Raten.