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Präventionen von Schimmel

Prävention

Schimmelbefall vorbeugen

Wasserschäden kann man schlecht unterbinden, denn sie geschehen unvermittelt. Doch andere Feuchtigkeitsschäden können wir bewusst vermeiden, um Schimmelpilzen vorzubeugen:

Richtiges Lüften, am besten mehrmals am Tag stoßweise für je 10 Minuten, ist dabei das A und O. Die Anschaffung eines Hygrometers kann auch helfen, die empfohlene Luftfeuchtigkeit von 50-60 % einzuhalten. Auch gut zu wissen: Luft muss zirkulieren, damit sich kein Kondenswasser an anfälligen Stellen bildet und so Schimmel entsteht. Möbel sollten darum nie direkt an der Wand anschließen, sondern einige Zentimeter entfernt aufgestellt werden.

Ein häufiger Fehler ist auch das Aufhängen der nassen Wäsche in Wohnräumen, was zu einer immens hohen Luftfeuchtigkeit und logischerweise zur Schimmelbildung führt.

  • optimale Raumtemperatur liegt zwischen 19°C und 21°C;
  • die Raumtemperatur sollte nicht unter 16°C sein
  • Schränke & große Möbel in 5 – 10 cm Abstand zu den Außenwänden aufstellen
  • Kein indirektes Heizen von kälteren durch wärmere Räume
  • 5 – 10 Minuten Stoßlüften, jeden Tag
  • Wäsche nicht in der Wohnung trocknen
  • Isolierende Wärmedämmung des Hauses

Schimmel im Keller – die lauernde Gefahr im Untergrund

Schimmelpilz im Keller

Schimmel im Keller wird von vielen Hausbesitzern und Hausbewohnern einfach hingenommen, insbesondere dann, wenn der Keller nur als Lagerraum gebraucht wird und nicht zum Aufenthalt dient. Dabei wird oft übersehen, dass der Schimmelpilz im Keller nicht im Untergrund bleibt, sondern sich rasch über Flur und Treppenhaus im gesamten Gebäude ausbreiten kann. Daraus ergeben sich gesundheitliche Risiken: Denn Schimmelpilze können gesunden Menschen ebenso gefährlich werden wie Allergikern, Kindern und Senioren oder chronisch Kranken. Die Bedrohung durch einen Schimmelpilz im Keller sollte also zum eigenen Besten niemals unterschätzt werden.

Schimmel im Keller oder doch etwas anderes? Der Profi weiß Rat!

Auch in den Kellerräumen begünstigen mangelnde Luftzirkulation, falsche Belüftungsmethoden, bauliche Mängel und Wasserschäden die Ausbildung von Schimmel im Keller. Doch Vorsicht: Nicht alles, was der Laie als Schimmel einschätzt ist auch wirklich ein Schimmelpilz. Denn durch Feuchtigkeit können sich auch Salz- oder Salpeterausblühungen an den Wänden entstehen, die auf den ersten Blick wie Schimmelflecken wirken. Egal ob nun Schimmel oder nicht – die Feuchteursachen müssen unter allen Umständen behoben werden, um die Ausbildung bzw. Ausbreitung von Schimmel oder anderen gesundheitsgefährdenden Mikroorganismen zu verhindern. Zur sachgerechten Sanierung und Instandsetzung der Kellerräume braucht es jedoch immer einen Fachmann. 

 

Bad ohne Fenster: Erhöhte Schimmelgefahr

Schimmel und hohe Luftfeuchtigkeit sind ein eingespieltes Team, denn hohe Luftfeuchtigkeit ist die Basis für das Wachstum von Schimmelpilzen. Grundsätzlich regeln wir den Feuchtigkeitsgehalt in unserer Raumluft durch regelmäßiges Lüften, doch wie geht das bei einem Bad ohne Fenster?

Besonders im Bad ist richtiges Lüften wichtig, da unsere Bäder oft einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind und damit besonders anfällig für Schimmel sind. Idealerweise bewegt sich die Luftfeuchtigkeit im Bad zwischen 50 und 70 Prozent (andere Wohnräume 40-60 Prozent). Durch Duschen oder Baden kann der Luftfeuchtigkeitsgehalt zwischenzeitlich auf über 80 Prozent steigen, was zu einer erhöhten Gefahr an Schimmelbildung führt. Folge können Schimmelbildung in Fugen oder an Wänden sein.

Tipp: Die Restfeuchte auf den Wandfliesen nach dem Baden oder Duschen mit einem Wischer abziehen.

Um einen genauen Überblick über das Potenzial von Schimmelbildung zu erhalten, bietet sich für die genaue Messung der Luftfeuchtigkeit ein Hygrometer an, damit können Sie Ihr Lüftungsverhalten, allgemein oder bei einem Bad ohne Fenster, genau kontrollieren. Bei Badezimmern mit Fenster wird die feuchte Luft nach dem Duschen oder Baden einfach direkt durch das geöffnete Fenster nach außen geleitet, doch bei einem Bad ohne Fenster ist dies nicht möglich. Hier ist oftmals der einzige Weg zur Entlüftung des Badezimmers eine offene Badezimmertür.

Achtung: Wenn Sie ein Bad ohne Fenster haben und Sie die warme und feuchte Luft durch eine offene Badezimmertür und durch andere Wohnräume ableiten wollen, dann überlegen Sie sich einen gezielten Weg für die Ableitung der feuchten Luft. Für einen optimalen Luftaustausch sollten Sie immer stoßlüften und nicht nur die Fenster angeklappt haben. Öffnen Sie die Fenster in einem Ihrer benachbarten Räume und schließen Sie andere Räume, damit sich die feuchte Luft nicht weiter ausbreitet. Damit verringern Sie die Gefahr von Schimmelbildung.


Entlüftungssysteme für ein Bad ohne Fenster

Da es bei einem Bad ohne Fenster keine direkte Möglichkeit zum Lüften gibt, regelt die DIN 18017, dass Räume ohne ein Fenster eine mechanische Belüftung besitzen müssen. Altbauten verfügen oftmals noch über ein sogenanntes „passives Lüftungssystem“. Bei diesem System wird durch eine Öffnung die feuchte Luft in den Lüftungsschacht geleitet. Laut dem Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes verfügen Schachtlüftungen ohne Ventilatorenunterstützung und passive Lüftungsöffnungen über einen nicht ausreichenden Luftwechsel, um die feuchte Luft gezielt nach außen zu leiten. Dieses System bietet allerdings keine ausreichende Luftzirkulation, deshalb bieten sie zwei verschiedene Lüftungskonzepte für ein Bad ohne Fenster zur Nachrüstung an. Generell wird bei Lüftungsanlagen zwischen dezentralen und zentralen Systemen unterschieden, bedingt durch die bauliche Position des Badezimmers.

Bäder ohne Fenster, aber mit einer Außenwand, lassen sich problemlos über eine dezentrale Lüftungsanlage entlüften. Dabei wird die feuchte Luft angesaugt und nach draußen transportiert, dadurch entsteht eine optimale Luftzirkulation. Achten Sie bei dem Einbau einer solchen Anlage auf ein Modell mit Wärmerückgewinnung. Damit sparen Sie sich übermäßiges Heizen, Heizkosten und verringern die Gefahr von Schimmel. Doch ein solches System ist oft aufgrund der fehlenden Außenwand nicht immer möglich.

Damit Ihr Bad ohne Fenster trotzdem entlüftet werden kann, gibt es die Möglichkeit einer zentralen Lüftungsanlage. Dabei wird ein bereits vorhandener Lüftungsschacht oder ein noch nicht belegter Rohranschluss verwendet. Diese Lüftungsanlage ist vor allem preiswert, da kein neuer Lüftungskanal gelegt werden muss, doch man muss auf die Wärmerückgewinnung verzichten. Auch eine zentrale Lüftungsanlage verringert die Gefahr von Schimmel.


Alternativen für den Schutz vor Schimmel

Der bauliche Einbau einer Lüftungsanlage ist immer mit entsprechenden Kosten und Planung verbunden und ist deshalb keine kurzfristig umsetzbare Maßnahme. Um Ihr Bad ohne Fenster trotzdem vor Schimmel zu schützen, erfahren Sie hier Tipps für schnelle und preiswerte Maßnahmen gegen Schimmelbildung.
 

  1. Elektrische Luftentfeuchter Elektrische Luftentfeuchter sind eine preiswerte und unkomplizierte Maßnahme gegen Schimmelbildung. Die Geräte entziehen der Luft die Feuchtigkeit und sammeln diese in einem integrierten Wassertank, welcher regelmäßig geleert werden muss. Somit verfügt Ihr Bad auch ohne Fenster über einen stabilen Luftfeuchtigkeitswert und über ein verringertes Risiko von Schimmelbildung.
     
  2. Ventilator einsetzen Um schneller die feuchte Luft aus dem Bad zu bekommen, stellen Sie einfach einen Ventilator im Bad auf, gerichtet auf die Badezimmertür, so beschleunigen Sie die Luftzirkulation. Beachten Sie aber, dass Sie die Fenster in den benachbarten Räumen geöffnet haben, um den Transport der feuchten Luft nach außen zu gewährleisten.
     
  3. Chemische Luftentfeuchter Chemische Luftentfeuchter enthalten ein spezielles Granulat, welches das Wasser aus der Luft zieht, bindet und in einen entsprechenden Sammelbehälter tropfen lässt. Das Granulat muss alle 2-3 Monate gewechselt werden. Chemische Luftentfeuchter stellen für Bäder ohne Fenster eine preiswerte und lautlose kurzfristige Maßnahme gegen Schimmelbildung dar.