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Neue Fenster – Was Bewohner nach dem Austausch unbedingt beachten sollten.

Energetische Sanierungen liegen voll im Trend – und werden kräftig gefördert.

Dabei liegt der Fensteraustausch oft im Fokus der Maßnahmen. Der Fachverband VFF schätzt die Zahl neuer Fenstereinheiten für das Jahr 2018 auf 14,6 Millionen, von denen knapp 60 Prozent in die Sanierung des Gebäudebestandes gingen. Vor allem die energetischen Vorteile, wie die Verringerung von Wärmeverlust und gute Dämmwerte der neuen Fenster, sprechen für viele für einen Fensteraustausch. Aber Achtung: Die Räumlichkeiten müssen nach dem Austausch deutlich mehr gelüftet werden. Außerdem sollten neue Fenster in ein energetisches Gesamtkonzept eingebettet sein. Falls dies nicht berücksichtigt wird, kann das Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall nach sich ziehen.

Die Fenstertechnologie hat enorme Fortschritte in den Bereichen Sicherheit, Langlebigkeit und Wärmedämmung gemacht. Nach heutigem Standard werden hauptsächlich Dreischeiben-Wärmedämmglas verbaut, aber den größten Fensterbestand machen Fenster mit Zweischeiben-Wärmedämmglas aus. Laut dem Verband Fenster und Fassade und dem Bundesverband Flachglas gibt es immer noch rund 21 Millionen alte Fenstereinheiten mit Einfachglas. Das dadurch bedingte Einsparpotenzial von rund 10 Mrd. Kilowattstunden und rund 2,5 Mio. Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr ist sehr hoch, da hier die teure Wärmeenergie ganz leicht entweichen kann (Studie: „Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern“). 

 

 

Häufigeres Lüften verhindert Schimmelpilzbildung.

Neue Fenster – mehr lüften

„Bei vielen Bestandsbauten, Altbauten und Nachkriegsbauten wurden in den letzten 20 Jahren zur energetischen Sanierung die Fenster ausgetauscht“, bestätigt Diplom-Ingenieur Stephan Keppeler vom B+K Sachverständigenbüro in Köln. „Dabei ging jedoch auch die automatische Zwangslüftung durch die alten, undichten Fenster und der damit verbundene Luftaustausch in den Räumen verloren.“ Die höhere Luftdichtigkeit der Häuser muss daher nach einem Fensteraustausch durch häufigeres Lüften – zwei bis dreimal am Tag bei komplett geöffneten Fenstern – kompensiert werden. „Sonst drohen vermehrt Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall“, so der Sachverständige Keppeler.

Fensteraustausch in ein energetischem Gesamtkonzept integrieren

Unser Diplom-Ingenieur Jörg Bogs, Technischer Leiter der ISOTEC-Gruppe, die auf die Sanierung von Feuchteschäden und Schimmelpilzschäden an Gebäuden spezialisiert sind, bemängelt, dass der Einbau neuer Fenster oft als Einzelmaßnahme vorgenommen wird. „Der Einbau müsste aber sinnvollerweise in ein energetisches Gesamtkonzept mit weiteren Dämmmaßnahmen eingebettet sein.“ Denn was geschieht nach dem Fensteraustausch? Die neuen Fenster ziehen bauphysikalische Veränderungen mit sich, die kältesten Stellen der Räume verschwinden nicht, sondern verlagern sich nur: Weg von den Fensternischen hin zu den kalten Außenwandoberflächen und Wärmebrücken. „Die Feuchte der Raumluft lagert sich dann statt in den Fensternischen an den kältesten Stellen der Außenwandoberflächen ab. Schimmelpilzbefall ist dann so gut wie vorprogrammiert.“

Energiekosteneinsparung mit funtionierender Dämmung

Neue Fenster plus Dämmung der Außenwände macht Sinn

Deshalb empfiehlt Ingenieur Jörg Bogs, dass der Einbau neuer Fenster mit einer Dämmung der Außenwände kombiniert wird. Zu der klassischen Außendämmung gibt es auch eine Möglichkeit der Innendämmung. Hier wird nicht das komplette Gebäude „einpackt“, sondern diese Maßnahme ist auch für einzelne Räume eines Gebäudes oder einzelne Wohnungen eines Mehrfamilienhauses geeignet, so unser Kollege Jörg Bogs. Bei der Ausführung werden die Außenwände von innen mit Dämmplatten versehen, die in der Regel nur wenige Zentimeter dick sind. „Die ISOTEC-Innendämmung beispielsweise erhöht die innenseitige Oberflächentemperatur der Außenwände um bis zu 5 °C. Bei schlechter Wandkonstruktion (z.B. Beton) kann eine bis zu 10 Zentimeter dicke Innendämmung die Außenwandoberflächentemperatur sogar um ca. 10°C erhöhen.“ Entsprechend werden die Heizkosten spürbar gesenkt, denn die Räume lassen sich schneller und kostengünstiger aufheizen.

Innendämmung mit ISOTEC-Dämmplatten verhindert kondensationsbedingte Schimmelpilzbildung.

Die vollmineralischen und nicht brennbaren Innendämmplatten sind zudem „kapillaraktiv“ und „diffusionsoffen“. Das bedeutet, sie nehmen die Feuchtigkeit auf – und geben sie nach Absinken der Raumluftfeuchte auch wieder ab. So entsteht ein ausgewogenes und angenehmes Raum- und Wohnklima. Durch ein schnelleres Aufheizen der gedämmten Räume, können Heizkosten eingespart werden, was gleichzeitig also auch eine Investition zu Gunsten der Umwelt ist. Kalte Wände, auf denen sich Kondenswasser absetzt und Schimmelpilz blüht, gehören Dank der Dämmplatten der Vergangenheit an. Kombiniert mit neuen Fenstern und mehrmals täglichem Stoßlüften entsteht ein energetisch und raumklimatisch sinnvolles Gesamtkonzept.

 

 

Unsere Empfehlung:

Bevor Sie viel Geld für neue Fenster in die Hand nehmen, wenden Sie sich an einen Experten, um aus dem Fensteraustausch eine gesamte energetische Sanierungsmaßnahme zu machen. Somit bekommen Sie nicht nur moderne Fenster, sondern ein energetisch geplantes Gesamtkonzept mit einem Wohlfühlklima und Prävention gegen Feuchteschäden als Ergebnis.

Über den Autor:

Thomas Bahne

Thomas Bahne

Pressesprecher ISOTEC-Gruppe Presse und Medien haben mich schon früh begeistert. Zunächst arbeitete ich als Rundfundredakteur, danach wechselte ich zu ISOTEC. In den letzten 10 Jahren habe ich den Bereich PR und Pressearbeit aufgebaut. Aktuell beschäftige ich mich intensiv mit der Berichterstattung über Bewegtbilder. Ein Thema, das mich fasziniert.

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