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Kreissparkasse Köln vertraut auf ISOTEC

12.07.2012 Pressemeldungen,  Objektberichte Erstellt von Thomas Bahne

Die Kreissparkasse Köln ist ein Kreditinstitut mit Rang und Namen. Bis in das Jahr 1853 lässt sich ihre Gründungsgeschichte zurückverfolgen. Der Hauptsitz liegt repräsentativ am historischen Kölner Neumarkt, zwischen der Basilika St. Aposteln und der Schildergasse, einer der beliebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands.

Kreissparkasse Köln während der Sanierung

Die Zeit ist allerdings nicht spurlos an dem vierstöckigen Gebäude vorbei gegangen. Im Sockelbereich zeigten sich Beschädigungen des Mauerwerks, der Putz bröckelte ab und ein salzartiger Belag wurde teilweise auf der Wand sichtbar. Für Fachleute sind dies untrügliche Anzeichen eines Feuchtigkeitsschadens. Aufgrund der vorliegenden Schadensbilder wurde die ISOTEC-Gebrüder Becker GmbH mit der Sanierung des Objektes beauftragt. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt zeigte sich, dass die Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude der Kreissparkasse Köln außergewöhnlich hohe Anforderungen an Planung und Ausführung stellen würden.

„Im übertragenen Sinne lautete die Anfrage: Bitte baut ein Fußballstadion komplett um – die Zuschauer müssen dabei aber im Stadion sitzen bleiben können“, erklärt ISOTEC-Geschäftsführer Horst Becker die fast unlösbar erscheinende Aufgabe. Denn wie entfernt man über 500 Kubikmeter Erdreich unterhalb des Bürgersteiges so, dass die Passanten weiter flanieren, einkaufen und ihre Bankgeschäfte erledigen können? „Wir mussten stückweise vorgehen“, berichtet Manfred Sauer, Bauleiter des ISOTEC-Fachbetriebes Gebrüder Becker. Schritt für Schritt entfernten die Experten das Erdreich. Leichter gesagt als getan. Denn dazu sind eigentlich Bagger und LkW´s notwendig – nicht gerade ein attraktives Ambiente für Bankbesucher und einkaufswillige Passanten. Also fand der Erdaushub fast ausschließlich nachts statt, mit einem speziellen Saugwagen, der Bagger und ähnliche Gerätschaften überflüssig machte.
Der jeweils freilegende Mauerabschnitt wurde dann mit einer speziellen Holzkonstruktion abgedeckt, so dass die Passanten dank dieses „Deckels“ problemlos das Gebäude der Kreissparkasse und die anliegenden Geschäfte betreten konnten. Da Bürgersteig und Holzabdeckung fließend ineinander übergingen „haben die meisten Einkäufer gar nicht wahrgenommen, dass sich unterhalb der Holzbohlen eine aktive Baustelle befindet“, so Bauleiter Sauer.

Vier Meter tiefer wartete jede Menge Arbeit auf die Männer von Isotec.
„In vier Metern Tiefe entsteht durch das Erdreich ein immenser Druck“. Ca. 500 Drehspindeln stützten daher den professionell errichteten Verbau gegen das Erdreich ab. Die Sicherheit der Mitarbeiter wurde groß geschrieben, auch wenn das erhebliche Mehrarbeit bedeutete. Die Spindeln mussten mehrfach umgesetzt werden, damit das Abdichtungsmaterial auf der gesamten Fläche – ohne Fehlstellen – aufgebracht werden konnte.

In einem zusätzlichen Arbeitsschritt wurde das Objekt auch gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt. Dazu verwendet das Unternehmen ein patentiertes und wissenschaftlich erprobtes Verfahren, das zusammen mit der TU Wien entwickelt worden ist. In die Wand wird dazu spezielles Paraffin eingebracht, ein wachsartiger Stoff, der frei von chemisch-flüchtigen Bestandteilen und daher für die Wohraumsanierung besonders geeignet ist. Über 60.000 Gebäude in ganz Deutschland wurden bereits nach diesem Verfahren dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt. „Hier aber war alles anspruchsvoller: wir mussten die Gerätschaften vier Meter in die Tiefe schaffen und dann auf engstem Raum verarbeiten“, berichtet Sauer über die besonderen Anforderungen am Neumarkt. Insgesamt 120 Meter Wandabschnitt wurden wie an der Schnur gezogen mit dem Spezial-Paraffin versehen, das nun einen Sperrgürtel bildet. Dieser verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Erdreich vom Mauerwerk aufgenommen werden kann und sich kapillar in den Wandflächen noch oben „saugt“. Die Wand des Kreissparkassengebäudes ist damit doppelt geschützt: gegen seitlich eindringende und kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.

Absolute Präzisionsarbeit war auch bei dem Anschluss der Außenabdichtung an die Kanalrohre und Kabelführungen gefragt. Wären nur kleine Elemente der Rohrführungen unabgedichtet geblieben, hätte sich die Feuchtigkeit wieder ihren Weg bahnen können. „Die Abdichtungen werden das Gebäude dauerhaft vor Feuchtigkeit schützen“, erklärt ISOTEC-Geschäftsführer Horst Becker abschließend. Seine Firma gibt statt der gesetzlich vorgeschriebenen 5 Jahre sogar eine Gewährleistung von 10 Jahren; sowohl auf die Außenabdichtung als auch auf die Horizontalsperre.