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Hintergrund: Paraffintechnologie

02.11.2010 Pressemeldungen,  Abdichtung Erstellt von Thomas Bahne

Erst trocknen, dann abdichten mit 100 Prozent Wirksamkeit / 40 Jahre erfolgreich im Einsatz

Aufsteigende Nässe in den Außen¬wänden gehört zu den häufigsten und gleichzeitig mit am schwersten zu beseitigenden Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden. Sie dringt durch Bodenfeuchtigkeit, Sickerwasser oder ansteigen¬des Grundwasser in die Wand ein und verursacht physikalische, chemische und biologische Prozesse, die auf Dauer sowohl die Bausubstanz als auch die Gesundheit der Bewohner schädigen. Das dauerhaft wirksame Verfahren gegen aufsteigende Feuchtig¬keit ist die so genannte Paraffininjektion, eine patentierte Anwen¬dung, mit der die Isotec-Fachbetriebe exklusiv arbeiten.

Viele Anbieter im Bereich der Sanierung von Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden arbeiten mit Verfahren, bei denen über Bohrlöcher Injek-tionsmittel in die Wand eingefüllt werden. Die dabei verwendeten chemischen Mittel, wie Siliconharz oder Kieselsäure, sind jedoch teilweise ökologisch bedenklich. Ein weiterer Nachteil ist, dass diese Injektionsmittel nicht in beliebig feuchte Wände eingebracht werden können. Ab einem bestimmten Durchfeuchtungsgrad einer Mauer funktionieren diese Verfahren nur unzureichend oder gar nicht mehr. Die Unumkehrbarkeit dieser Anwendungen stellt ein drittes Problem dar. Sind die chemischen Mittel einmal in die betreffende Mauer gefüllt, kann dieser Vorgang weder weiter beeinflusst noch rückgängig gemacht werden.

Spezialparaffin: Fließfähiger als Wasser – und genauso sauber
Die Isotec-Fachbetriebe verwenden für diese Anwendung dagegen ein gemeinsam mit der Technischen Universität Wien entwickeltes und patentiertes Spezialparaffin. Als anerkanntes ökologisches Abdichtungs-material ist es baustoff- und gesundheitsverträglich und entspricht sogar den hygienischen Auflagen des Lebensmittelgesetzes. Erhitzt man das Spezialparaffin auf etwa 110 °C, wird es aufgrund seiner Zusammen-setzung fließfähiger als Wasser und kann bis in die kleinsten Poren¬räume des Baustoffs vordringen. Prof. Dr. Dr. Dipl.-Ing. Jürgen Dreyer vom Institut für Baustofflehre der Technischen Universität Wien beschäftigt sich im Rahmen seiner Forschungsprojekte zur Sanierung feuchtigkeitsgeschädigter Baustoffe seit 15 Jahren sehr intensiv mit der Paraffininjektion. Dem Isotec-Verfahren bescheinigt er: „Bei den von uns durchgeführten Untersuchungen und Praxisversuchen zeigte die Paraffinbehandlung von Baustoffen im Hinblick auf die Errichtung von Feuchtigkeitssperren und die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit die besten Wirkungen.“ Darüber hinaus bestätigt Dreyer auch die Eignung des Paraffinverfahrens zur Stabilisierung von porösem Mauerwerk. Die umfangreichen Untersuchungen der Tech-nischen Universität Hamburg-Harburg sowie der Amtlichen Prüfanstalt für Steine und Erden Clausthal-Zellerfeld belegen, dass eine nach diesem Verfahren behandelte Mauer zu 100 Prozent dicht gegen auf-steigende Feuchtigkeit ist.

Das Verfahren: bohren – trocknen – füllen
Durch einen speziellen Verfahrensschritt, den nur die Isotec-Fach-betriebe anwenden, kann das Paraffin völlig unabhängig vom Feuchte-gehalt der Wand eingesetzt werden. Direkt über dem Fußboden werden auf der ganzen Breite der Wand Löcher mit einem Neigungswinkel von 20 Grad in die Wand gebohrt. Diese Löcher werden möglichst eng gesetzt, etwa in einem Abstand von zehn bis zwölf Zentimetern zuein-ander.

Mit Hilfe von temperaturgeregelten Spezialheizstäben, die man in diese Bohrlöcher einführt, wird das Mauerwerk solange beheizt, bis es alle Feuchtigkeit über die Wandoberfläche an die Luft abgegeben hat, also vollständig ausgetrocknet ist. Dieser Prozess dauert im Regelfall acht bis zwölf Stunden, abhängig von der Feuchtigkeit, dem Baumaterial und der Dicke der Wand. Ist das eingelagerte Wasser aus den Poren des Baustoffs verdunstet, sind diese wieder leer und können sich mit dem Spezialparaffin voll saugen.

Das Befüllen der ausgetrockneten Wand geschieht mit Hilfe von paten-tierten, elektronisch beheizten Vorratsbehältern, die in die Bohrlöcher gesteckt werden. Das verflüssigte Spezialparaffin läuft so lange in die Wand ein, bis selbst die mikroskopisch kleinen Poren vollständig gefüllt sind. Wenn die Wand anschließend auskühlt, geht das Paraffin wieder in den festen Aggregatzustand über. Dabei verstopft es dauerhaft die Poren des Baustoffs und bildet einen etwa 15–20 cm starken Absperr¬gürtel gegen aufsteigende Feuchtigkeit.

Die ersten Sanierungen, die bereits 1965 mit diesem Verfahren durch-geführt wurden, halten bis heute dicht. Dazu gehören beispielsweise das Robert-Schumann-Haus in Bonn, in dem sich eine wertvolle Musik-Bibliothek befindet, und das Wasserschloss Hugenpoet in Essen.