Sind diese Bedingungen gegeben und sind erdberührte Kellerwände nur unzureichend abgedichtet oder haben die Wandaufstandsflächen Kontakt zum feuchten Erdreich, kommt es zu einer aufsteigender Feuchtigkeit in der Wand. Charakteristisch für aufsteigende Feuchtigkeit ist dabei:
- eine höhere Durchfeuchtung in der Wandmitte als in den oberflächennahen Bereichen
- der Durchfeuchtungsgrad nimmt bei einer Wand, die kapillar über die Wandaufstandsfläche Feuchtigkeit aufnimmt, ab, je weiter der Messpunkt vom Fußboden entfernt ist
Die Ursache für kapillar aufsteigende Feuchtigkeit über die Wandaufstandsfläche ist im Regelfall eine defekte oder nicht vorhandene Horizontalabdichtung gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.
Zudem muss nach der Definition in den Regelwerken für eine Durchfeuchtung ausschließlich durch kapillaren Feuchtetransport der höchste Bemessungswasserstand ≥ 50 cm unter der Unterkante der Abdichtungsebene liegen. Das System der Wahl bei kapillar aufsteigender Feuchtigkeit ist die ISOTEC-Horizontalsperre.
Aufsteigende Feuchtigkeit: Typische Schadensbilder
Bei vorherschenden kapillarer aufsteigender Feuchtigkeit finden sich in den meisten Fällen ähnliche Schadensbilder. Neben Feuchtigkeit treten durch den kapillaren Feuchtetransport auch baustoffschädliche Salze in das Mauerwerk, welche verdunsten und zu Putzablpatzungen führen.
Typisch für aufsteigende Feuchtigkeit ist die sogenannte "Verdunstungszone", welche sich je nach Baustoff in einer Höhe bis zu 80 cm über dem Erdreich befiendet. Innerhalb dieses Bereiches verdunsten die baustoffschädlichen Salze und führen zu Farb - und Putzabplatzungen.
Dieses typische Schadensbild tritt vorallem bei Gebäuden vor den 1960er Jahren auf, welche über ein Streifenfundament verfügen. Neuere Bauten verfügen, in den meisten Fällen, über eine durchgängige WU-Beton Bodenplatte, welche das kapillare aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert.
Referenzen zu Feuchtigkeitsschäden
Unsere zufriedenen Kunden im Raum Olpe
Es gibt sehr verschiedene Arten von Feuchtigkeit. Hier zeigen und erklären wir kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.
Jörn Mortsiefer
Inhaber
FAQs Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit
Woran erkennt man kapillar aufsteigende Feuchtigkeit an der Wand?
Typisch ist eine höhere Durchfeuchtung in der Wandmitte im Vergleich zu den oberflächennahen Bereichen. Zudem nimmt der Feuchtigkeitsgrad ab, je weiter der Messpunkt vom Boden entfernt liegt.
Warum tritt aufsteigende Feuchtigkeit häufig in älteren Gebäuden auf?
Bei Gebäuden vor den 1960er Jahren wurden häufig Streifenfundamente verbaut, die keine durchgehende Abdichtung gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit bieten. Dadurch kann Feuchtigkeit leichter über die Wandaufstandsflächen ins Mauerwerk gelangen.
Was versteht man unter der Verdunstungszone?
Die Verdunstungszone liegt meist bis zu 80 cm über dem Erdreich. In diesem Bereich verdunsten die mittransportierten baustoffschädlichen Salze, was zu Farbveränderungen sowie Putzabplatzungen führt.
Welche Schäden können durch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit entstehen?
Neben sichtbarer Feuchtigkeit können Salze in das Mauerwerk eindringen, die beim Verdunsten den Putz beschädigen. Dadurch entstehen typische Schadensbilder wie Verfärbungen, Salzausblühungen und Abplatzungen.
Wie lässt sich kapillar aufsteigende Feuchtigkeit dauerhaft stoppen?
Als sichere Lösung gilt die Herstellung einer funktionsfähigen Horizontalabdichtung. Das ISOTEC-System bietet hierfür eine passende Horizontalsperre, die den kapillaren Feuchtetransport zuverlässig unterbindet.