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ISOTEC Berlin HSB GmbH
Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit entsteht durch das kapillare Saugvermögen poröser Baustoffe. Der Feuchtetransport findet in den miteinander verbundenen Baustoffporen statt und funktioniert auch entgegen der Schwerkraft. Eine kapillare Durchfeuchtung ist aber nicht nur vertikal, sondern auch horizontal möglich. Grundvoraussetzungen für diesen dreidimensionalen Feuchtetransport sind ein maximaler Durchmesser der vernetzten Baustoffporen von 0,1 Millimetern sowie eine gewisse Rauigkeit der Porenwandung.

Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit führt zur Farb- und Putzabplatzungen

Sind diese Bedingungen gegeben und sind erdberührte Kellerwände nur unzureichend abgedichtet oder haben die Wandaufstandsflächen Kontakt zum feuchten Erdreich, kommt es zu einer aufsteigender Feuchtigkeit in der Wand. Charakteristisch für aufsteigende Feuchtigkeit ist dabei:

  • eine höhere Durchfeuchtung in der Wandmitte als in den oberflächennahen Bereichen
     
  • der Durchfeuchtungsgrad nimmt bei einer Wand, die kapillar über die Wandaufstandsfläche Feuchtigkeit aufnimmt, ab, je weiter der Messpunkt vom Fußboden entfernt ist

Die Ursache für kapillar aufsteigende Feuchtigkeit über die Wandaufstandsfläche ist im Regelfall eine defekte oder nicht vorhandene Horizontalabdichtung gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.

Zudem muss nach der Definition in den Regelwerken für eine Durchfeuchtung ausschließlich durch kapillaren Feuchtetransport der höchste Bemessungswasserstand ≥ 50 cm unter der Unterkante der Abdichtungsebene liegen. Das System der Wahl bei kapillar aufsteigender Feuchtigkeit ist die ISOTEC-Horizontalsperre.

Aufsteigende Feuchtigkeit: Typische Schadensbilder

Durch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit können baustoffschädliche Salze in das Mauerwerk eintreten

Bei vorherschenden kapillarer aufsteigender Feuchtigkeit finden sich in den meisten Fällen ähnliche Schadensbilder. Neben Feuchtigkeit treten durch den kapillaren Feuchtetransport auch baustoffschädliche Salze in das Mauerwerk, welche verdunsten und zu Putzablpatzungen führen.

Typisch für aufsteigende Feuchtigkeit ist die sogenannte "Verdunstungszone", welche sich je nach Baustoff in einer Höhe bis zu 80 cm über dem Erdreich befiendet. Innerhalb dieses Bereiches verdunsten die baustoffschädlichen Salze und führen zu Farb - und Putzabplatzungen. 

Dieses typische Schadensbild tritt vorallem bei Gebäuden vor den 1960er Jahren auf, welche über ein Streifenfundament verfügen. Neuere Bauten verfügen, in den meisten Fällen, über eine durchgängige WU-Beton Bodenplatte, welche das kapillare aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert. 

Durch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit entsteht die typische Verdunstungszone
Aufsteigende Feuchtigkeit führt zu Farb- und Putzabplatzungen