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Schimmelpilzbefall und schlechte Wärmedämmung vergraulte Mieter in Taunusstein

Wegen Schimmelpilzbefall wurden wir zu einem Haus aus dem Jahr 1917 in Taunusstein  gerufen, doch die Ursache dafür war zuerst nicht klar.

Beim Analysetermin konnte man feuchte und schimmelpilzbefallene Wandbereiche sehen

Warum sind wir gerufen worden?

Im Oktober 2015 wurden wir in ein Objekt nach Taunusstein gerufen, da Schimmelpilzbefall an den Außenwänden im Erdgeschoß zu sehen war. Bei dem Analysetermin konnten wir aber keine Feuchtigkeit in den Außenwänden feststellen. Es hatte wochenlang vorher nicht geregnet und aufgrund der hohen Außentemperaturen konnten wir auch keine Aussage zu Kondensationsfeuchtigkeit und schlechter Wärmedämmung machen, da eine seriöse Messung der Wandoberflächentemperaturen nicht möglich war. Ohne Ergebnis und mit dem Hinweis, dass wir gerne noch mal kommen, wenn es kälter ist, musste unser Sachverständiger wieder gehen.

Wie ging es weiter?

Im Januar 2016 hatten wir das Objekt dann zum zweiten Mal besucht. An diesem Tag war es kalt und es hatte in den Wochen vorher auch ausgiebig geregnet. Jetzt konnte unser Mitarbeiter feststellen, dass die Außenwände im unteren Bereich der EG Wohnung feucht waren und es zu weiterem Schimmelpilzbefall gekommen war. Außerdem hatte sich die Tapete gelöst und Putz blätterte auch schon ab. Zusätzlich waren die Oberflächen der Außenwände auf der Innenseite aufgrund schlechter Dämmung sehr kalt, so dass es auch noch zu Kondensationsfeuchtigkeit in den oberen Wandbereichen gekommen war.

Was war das Problem?

Das Haus stammt aus dem Jahr 1917. Bei diesem Baujahr liegt eine Streifenfundamentkonstruktion vor. Das bedeutet, dass die tragenden Wände auf einem Fundament aus Natursteinen, Ziegelsteinen oder Magerbeton stehen und nicht, wie bei Konstruktionen ab ca. 1970 üblich, auf einer durchgehenden Bodenplatte aus Beton.

Dies hat zur Folge, dass die Feuchtigkeit aus dem Erdreich kapillar nach oben in die Mauern aufsteigen kann, wenn keine Horizontalsperre eingebaut wurde oder diese defekt ist. Da die betroffenen Außenmauern der EG Wohnung auch auf einer Tiefe von ca. 30 cm an zwei Seiten im Erdreich stehen (Hanglage), kam es neben aufsteigender auch noch zu seitlich eindringender Feuchtigkeit.

Die Außenwände sind außerdem nur 24 cm dick, was eine schlechte Wärmedämmung zur Folge hat. In Verbindung mit dem Einbau neuer Fenster führten die kalten Oberflächen der Außenwände im Winter dann auch noch zu Kondensationsfeuchtigkeit und zu Schimmelpilzbefall.

 

 

 

Was wollte der Eigentümer?

Bei der Wohnung handelt es sich um eine vermietete Wohnung und dem Eigentümer war es wichtig, dass die Feuchtigkeitsschäden und der Schimmelpilzbefall nachhaltig beseitigt würden, damit er mit der weiteren Vermietung keine Schwierigkeiten bekäme.

Der Eigentümer wollte auch nur die Ursachen der Feuchtigkeit und des Schimmelpilzbefalls in der Erdgeschosswohnung beseitigt haben. Die Abdichtung des Kellers war nicht die Zielsetzung.

 

 

Bei der ISOTEC Horizontalsperre wird erst das Mauerwerk mit Heizstäben getrocknet, bevor heißes Paraffin eingefüllt wird

Wie haben wir das Problem gelöst?

Um die aufsteigende Feuchtigkeit zu stoppen, haben wir auf Höhe des Erdgeschossbodens eine nachträgliche Horizontalsperre im ISOTEC-Paraffinverfahren eingebracht.

Dabei wurde von außen an zwei Wänden das Erdreich entfernt und dann eine Bohrlochkette aus Sacklöchern hergestellt. An der Wand zum Hof konnten wir die Löcher direkt auf Bodenhöhe bohren. In diese Löcher haben unsere Mitarbeiter dann Heizstäbe gesteckt, die das Mauerwerk auf einer Breite von ca. 20 cm ausgetrocknet haben. Als nächstes haben wir heißes, flüssiges Paraffin bis zur Sättigung in die Löcher gefüllt und dann die Heizstäbe entfernt. Nun härtete das Paraffin aus und bildete eine Sperrschicht aus Wachs, die das Aufsteigen von Feuchtigkeit in der Wand verhindert.

Der im Erdreich liegende Teil des Erdgeschosses wurde von außen neu abgedichtet und gedämmt

Gegen die seitlich eindringende Feuchtigkeit haben wir unser mehrschichtiges ISOTEC-Außenabdichtungssystem angebracht.

Nachdem die kalten Wände mit ISOTEC-Klimaplatten gedämmt wurden, werden sie im letzten Arbeitsschritt mit einer Kalkglätte verputzt

Um die Kondensatbildung und den Schimmelpilzbefall an den Innenseiten der Außenwände zu verhindern, haben unsere Mitarbeiter ISOTEC Klimaplatten verklebt, die die Wärmedämmung verbessern und aufgrund ihrer Diffusionsoffenheit auch Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben können. Die Platten verhindern somit den Schimmelpilzbefall und sorgen für ein angenehmes warmes Raumklima.

Die Wohnung ist jetzt dauerhaft trocken und warm und konnte auch schon wieder vermietet werden.

 

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