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Objektberichte

Tunnelsperrung aufgrund von Schimmelbefall

Ein unangenehmer Geruch und ein extrem hoher Schimmelpilzbefall führte zur Sperrung eines öffentlichen, unterirdischen Fußgängertunnels inmitten der Altstadt von Schrobenhausen. Bei dem betroffenen Objekt handelte es sich um einen geschlossenen Fußgängertunnel zwischen einem Hotel auf der einen Seite und der zugehörigen Tiefgarage und einem Ärztehaus auf der anderen Straßenseite. In dem Tunnel hatte sich ein unangenehmer Geruch entwickelt. Ein öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter identifizierte eine extrem hohe Konzentration an Schimmelpilz- und Bakterienbefall im Fußboden und entlang der Wände.

Steckbrief

PLZ, Ort 86529 Schrobenhausen
Auftraggeber Öffentliche Einrichtung
Baujahr 1993
Sanierung ISOTEC-Sanierputz
ISOTEC-Schimmelpilzschaden-Beseitigung
Jahr der Sanierung 2017
Fachinformationen ISOTEC-Schimmelpilzschadenbeseitigung

Die Aufgabe

Wir wurden anschließend von einer Hausverwaltung gerufen, um eine fachgerechte Schimmelschadensanierung durchzuführen. Eine fachgerechte Schimmelschadensanierung läuft meist nach einem ähnlichen Schema ab, wobei unsere Sanierungsstandards den bundesweit geltenden Richtlinien und Leitfäden zur Beseitigung von Schimmelpilzschäden entsprechen. Unser richtliniengetreues Vorgehen sichert die fachgerechte Beseitigung von mikrobiellen Schäden.

Die Lösung

Das Sanierungskonzept sah vor, den Tunnel komplett zu entkernen. Das heißt, nach Abbruch und Abtransport des Fußbodenaufbaus und aller Wand- und Deckenverkleidungen wird die notwendige Feinreinigung durchgeführt. Eine Herausforderung war, dass der Betrieb im Hotel am einen Ende des Tunnels, sowie der Betrieb des Ärztehauses / Tiefgarage nicht gestört werden durfte. Vorsicht Schimmel fliegt! Damit nahm die Abschottung eine zentrale Rolle ein. Im Vorfeld der Arbeiten wurde im Anschlussbereich des Hotels eine Schallschutzwand aufgestellt. Zwischen Hotel, Tunnel und Ärztehaus/Tiefgarage wurden ca. 800m² Folienwände, Schleusen und Schotts aufgebaut, um Patienten und Gäste zu schützen. Eine technische Be- und Entlüftung inklusive einer effektiven Luftfilterung im Sanierungsbereich war unbedingt notwendig, um eine Explosionsgefahr durch eine zu hohe Staubkonzentration zu verringern. Arbeitsschutz ist unerlässlich! Um auch unsere Mitarbeiter zu schützen, fand die Arbeit, wie bei uns üblich, unter Einhaltung der kompletten Arbeitsschutzmaßnahmen statt. Schutzanzüge, Atemschutzmasken etc. gehören selbstverständlich dazu. Wohin mit dem Schutt? Und so wurde in den folgenden Wochen der Tunnel komplett entkernt. Der kontaminierte Schutt wurde durch die Folienschotts bis zu einer großen Schleuse in der Tiefgarage gebracht, wo er luftdicht verpackt und anschließend in Containern abtransportiert wurde. Spezialstaubsauger im Einsatz Nach Beendigung der staubintensiven Abbrucharbeiten wurde der gesamte Tunnel – Boden, Decken & Wände – mehrmals mit Spezialstaubsaugern feingereinigt. Glatte Flächen wurden zudem mit Spezialreinigungsmittel abgewischt und desinfiziert. Und nochmals messen! Nach Beendigung der Arbeiten führte der bereits erwähnte Sachverständige mehrere Messungen mit speziellen Messgeräten durch. Dabei wurde sowohl die Raumluft als Ganzes, als auch die Oberfläche gemessen. Reinraumbedingung und Freigabe des Tunnels Nach Bestätigung der Messwerte konnte der Tunnel unter „Reinraumbedingung“ für die Fußgänger wieder freigegeben werden.

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