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Schimmelpilz im Wohnraum – Was bedeutet das eigentlich?

Im Laufe von Jahrzehnten und Jahrhunderten haben sich die Menschen mit ihren Angewohnheiten und Einstellungen stark verändert. Für meine Großmutter zum Beispiel musste verschimmeltes Brot nicht unbedingt weggeworfen werden. 

Schimmel-im-Wohnraum-Decke

Der verschimmelte Teil wurde weggeschnitten – der Rest konnte gegessen werden. Bei einem alten Freund von mir, der heute 89 Jahre alt ist, konnte ich diesen Umgang mit Schimmel vor ein paar Jahren genauso beobachten. Für die Generation heute ist das ganz anders. Ich persönlich kenne niemanden aus meiner Generation, der verschimmeltes Brot nicht sofort wegschmeißen würde; und schon gar nicht käme irgendjemand auf die Idee, derartiges Brot seinen Kindern vorzusetzen. Ganz ähnlich verhält es sich mit Feuchte und Schimmelpilz im Wohnraum. Auf einigen alten Gemälden sieht man Goethe in seinem Arbeitszimmer stehen – im Mantel. Damals waren Feuchte, Kälte und Nässe im Wohnraum ganz normal, heute wird dieser Zustand von keinem Bewohner hingenommen; und jedem Mieter wird für einen nicht wirklich beheizbaren Wohnraum Recht gegeben, dass damit der Vermieter eine mangelhafte Leistung erbracht hat. Genauso verhält es sich auch mit Schimmel im Wohnraum. Zwar bekommen wir bei ISOTEC ab und an Wohnungen zu sehen, in denen die Bewohner trotz starken Schimmelbefalls leben. Doch das sind absolute Ausnahmen. Otto Normalverbraucher duldet in seinen eigenen vier Wänden keinen Pilzbefall mehr, die Zeiten sind vorbei. 90 Prozent der Deutschen wäre es peinlich, wenn Gäste in ihrer Wohnung Schimmelpilz an der Wand bemerken würden(herausgefunden von den Meinungsforschern von “Heute und Morgen“ in einer repräsentativen Umfrage). Das ist aussagekräftig. In der Ablehnung gegen den Pilz sind sich die Deutschen also einig. Aber was ist zu tun, wenn er blöderweise im Schlaf- oder Badezimmer an der Wand “hängt“? Da sind sich die Experten uneinig.

Schimmel-im-Wohnraum-Fachmann-Beratung

Forscher streiten über Gefährlichkeit von Schimmelpilz

Für die einen sind die Gefahren durch den Befall von Schimmelpilz im Wohnraum Übertreibungen der Medien. Andere Fachleute betonen dagegen, es bestehe nach wie vor großer Aufklärungs- und vor allem Handlungsbedarf. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte. Es ist für Laien so gut wie unmöglich festzustellen, ob der Befall tatsächlich und konkret eine Gefahr für die Bewohner darstellt. Deshalb hilft sich das Umweltbundesamt mit einem Schätzwert. Ist der Befall größer als einen halben Quadratmeter, so soll unbedingt ein Fachmann zu Rate gezogen werden, sagt der Leitfaden des Umweltbundesamtes. Ab einem halben Quadratmeter ist eine Gefahr für die Hausbewohner in jedem Fall da. Denn “Gefahr“ bedeutet: Gesundheitsschäden sind möglich. Der Schimmel kann giftig, allergieauslösend und auch gesundheitlich ungefährlich sein. Das Problem ist: man weiß es als Laie einfach nicht. Deshalb halte ich die Empfehlung des Umweltbundesamtes für richtig. Ab der Befallgröße ist das Risiko für die Bewohner einfach zu groß, um entweder den Befall zu ignorieren oder selbst Hand anzulegen. Aber warum raten auch wir davon ab, Schimmelpilz im Wohnraum ab dieser Größe eigenhändig zu entfernen? – Weil der Gegner unsichtbar ist. Der Pilz an der Wand ist nur ein Problem von mehreren. Durch das Entfernen werden die Sporen (das sind die Samen des Schimmels) aufgewirbelt und können sich im ganzen Haus verteilen. Das bedeutet, durch das Entfernen kann es passieren, dass der Hausbewohner das Problem nicht eliminiert, sondern multipliziert. Die nicht sichtbaren Sporen fliegen in alle möglichen Räume und können dort allergische Reaktionen hervorrufen. Das ist besonders schlecht, wenn Kinderzimmer betroffen sind, weil das körpereigene Abwehrsystem bei Kindern noch nicht voll entwickelt ist. Deshalb schotten wir schimmelpilzbefallene Räume staubdicht ab, um das Verteilen der Sporen auf andere Räume unmöglich zu machen.

Schimmel-im-Wohnraum-unter-Bodenbelag

So entfernen Sie den Befall eigenhändig

Und der Befall unterhalb einem halben Quadratmeter? – Die wenigsten Bewohner rufen bei kleinem Befall von Schimmelpilz im Wohnraum direkt den Fachmann. Da man weder weiß, wer der Gegner ist (giftig, allergen, unbedenklich?) noch wo er sich aufhält(das wahre Problem sind die nicht sichtbaren Sporen!) sollte man sich schützen. Einweghandschuhe, Staubbrille und Mundschutz sind keine Übertreibungen, sondern die Grundausstattung. Besser als die Produkte im Baumarkt ist desinfizierender Alkohol (ca. 80 Prozent Alkohol), um den Befall zu entfernen. Die benutzten Lappen oder Tücher gesondert in einer Mülltüte wegwerfen. Alle getragenen Kleidungsstücke in die Wäsche geben und direkt nach der Entfernung den gesamten Körper abduschen. Letzte Stellschraube Und wenn der Befall trotzdem zurückkommt? An einer Stellschraube kann man als Bewohner drehen: das optimale Heiz- und Lüftungsverhalten zur Vorbeugung von Schimmelpilz im Wohnraum. Liegt es auch daran nicht, so muss wirklich der Fachmann kommen. Denn wiederkehrender Schimmelpilz im Wohnraum hat definitiv eine Ursache: ein Zuviel an Feuchtigkeit. Denn anders als vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten, wünschen sich Bewohner heute eine angenehme, warme und trockene Wohnung.

Thomas-Bahne-Pressesprecher

Thomas Bahne<br/>Pressesprecher ISOTEC-Gruppe
resse und Medien haben mich schon früh begeistert. Zunächst arbeitete ich als Rundfundredakteur, danach wechselte ich zu ISOTEC. In den letzten 10 Jahren habe ich den Bereich PR und Pressearbeit aufgebaut. Aktuell beschäftige ich mich intensiv mit der Berichterstattung über Bewegtbilder. Ein Thema, das mich fasziniert.

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