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Die acht Ursachen von Feuchtigkeitsschäden: 6. Kondensation

Kondensation ist eine der häufigsten Ursachen für Schimmelpilzschäden in Gebäuden. Dabei tritt das Wasser nicht von außen in das Gebäude ein. Nein, es handelt sich um Feuchtigkeit, die sich schon im Gebäude, um genauer zu sein, in der Raumluft, befindet.

Wie entsteht Kondensation?

Unsere Luft nimmt Feuchtigkeit auf. Je nach Lufttemperatur ist das Aufnahmevermögen der Luft unterschiedlich hoch. So kann 1 m³ Luft bei 25 °C ca. 24 g Wasser aufnehmen, bei 5 °C sind es dagegen nur ca. 7 g.

Wenn die warme Luft jetzt abkühlt, wird die überschüssige Feuchtigkeit, die nicht mehr gespeichert werden kann, an die Raumluft abgegeben. Um bei dem o. g. Beispiel zu bleiben: Kühlt dieser m³ Luft von 25 °C auf 5 °C ab, tritt aus der Luft 17 g Wasser in Form von Kondensat aus.

Ein angenehmes Beispiel

Im Sommer kann man Kondensation ganz einfach beobachten: Nimmt man eine schön gekühlte Getränkeflasche mit auf die warme Terrasse, entsteht unweigerlich Kondensation auf der Außenhaut der Flasche. Die warme und schwüle Sommerluft trifft auf die kalte Außenhaut der Flasche und kühlt ab. Die überschüssige und nicht mehr von der Luft speicherbare Feuchtigkeit setzt sich auf der Flasche als Schwitzwasser ab.

Wie ist es im Haus?

Genau dieses Phänomen können wir auch in unseren Gebäuden beobachten. In den Sommermonaten kann dieses Problem häufig in Kellern auftreten. Werden Kellerfenster tagsüber geöffnet, kann die warme und feuchte Außenluft in den Keller gelangen. Diese kühlt an den immer kalten Außenwänden des Kellers ab und es kommt zu Kondensation und Feuchtigkeitsbildung. In extremen Fällen kann es dabei sogar zu einer Pfützenbildung im Keller kommen.

Um dieser Feuchtigkeitsursache vorzubeugen, ist im Keller ein bewusstes Lüften notwendig. Hier finden Sie unsere Anleitung, wie Sie im Sommer Ihren Keller richtig lüften.

Und im Winter?

Im Winter ist der Keller unproblematisch. Dafür kann es in der kühleren Jahreszeit in den oberen Stockwerken zu Kondensationsproblemen kommen. Die Außenwände kühlen im Winter aufgrund der niedrigen Temperaturen aus, je nach Baustoff und Dämmung des Gebäudes unterschiedlich stark. Dagegen hilft erst einmal nur Heizen.

Gelingt es uns mit einem normalen Heiz- und Lüftungsverhalten, die komplette Gebäudehülle warm zu halten, so ist alles ok. Heizen wir dagegen nicht genug, lüften nur unzureichend oder es existieren am Gebäude Wärmebrücken, an denen die Wärme besonders schnell abfließt, kann es an den Außenwänden schnell zu Kondensation, oft verbunden mit einem Befall durch Schimmelpilze, kommen.

Das Prinzip ist dasselbe: Die warme Heizungsluft trifft auf kühle Außenwände und gibt im Abkühlprozess Feuchtigkeit ab, die sich auf den Wänden niederschlägt.

Auch hier hilft meist ein bewusstes Heizen und Lüften. Sollte das Problem weiterhin bestehen, so kann von einer baubedingten Wärmebrücke ausgegangen werden, welche von einem ISOTEC-Sachverständigen untersucht werden sollte. Spezielle Baustoffe, wie zum Beispiel unsere Klimaplatte, sind dann häufig die Lösung.

Nächste Woche folgt die vorletzte Ursache für feuchte Wände und zwar erklären wir Ihnen was hinter dem Begriff „hygroskopischer Feuchtigkeit“ steckt.

Über den Autor

Lars Bobach

Sachverständiger für Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden (DHBV)

Ich habe meinen ISOTEC-Fachbetrieb 2004 gegründet. Meine jahrelange Erfahrung im Bereich Feuchtigkeits- und Schimmelpilzsanierung gebe ich hier im ISOTEC-Blog weiter. Die vielen erfolgreichen und nachhaltigen Sanierungen sprechen für die ISOTEC-Gruppe und die individuellen Sanierungskonzepte, die dahinter stecken.

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