Wie Sie Ihre Wohnung im Winter richtig lüften

Schimmelpilzbildung (ugs. Schimmel) in Wohnungen kann durch richtiges und vor allem ausreichendes Lüften weitestgehend vermieden werden. Denn es gilt eine einfache Regel: Je feuchter die Raumluft, desto wahrscheinlicher ist die Bildung von Schimmelpilzen (ugs. Schimmel). Um die Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten, ist daher regelmäßiges Lüften notwendig.

Wie kommt es zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung?

Ein Mensch produziert durch das normale Bewohnen einer Wohnung schon Feuchtigkeit. Dazu kommt Feuchtigkeit, die beim Duschen, Kochen und Waschen entsteht. Allein durch ein normales Duschbad werden ca. 1.000 Gramm Wasser an die Raumluft abgegeben. Auch Topf- und Grünpflanzen geben je nach Art und Größe bis zu 500 Gramm Wasser am Tag an die Raumluft ab.

Das alles führt zu einer Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit.

Wie lüfte ich jetzt richtig?

Abhängig vom Entstehungsort der Feuchtigkeit sollte individuell gelüftet werden.

Allgemein 

Eine Stoß- und Querlüftung ist grundsätzlich die beste Wahl. Das bedeutet, Fenster immer komplett öffnen und auf der anderen Seite des Raums oder der Wohnung mindestens ein weiteres Fenster gleichzeitig öffnen. So kann die feuchte Raumluft am besten ausgetauscht werden.

Achten Sie dabei unbedingt auf geöffnete Innentüren, so dass ein Durchzug in Ihrer Wohnung entstehen kann.

Durch den Lüftungsvorgang sollte die komplette Raumluft einmal ausgetauscht werden. Das ist in der Regel nach spätestens 5 Minuten geschehen.

Auf eine Kipplüftung des Fensters sollten Sie in der kalten Jahreszeit komplett verzichten.

Wohn- und Schlafräume

Auch dort entsteht Feuchtigkeit und diese muss durch regelmäßiges Lüften mit trockener Außenluft getauscht werden. Unsere Empfehlung: Über den Tag verteilt drei- bis viermal Stoß- und Querlüften.

Küche

Neben dem oben beschriebenen regelmäßigen Lüftungsverhalten sollten zusätzlich nach jedem Kochen die Fenster einmal komplett geöffnet werden.

Bad

Gerade ein Duschbad produziert sehr viel Luftfeuchtigkeit. Eine intensive Fensteröffnung unmittelbar nach dem Duschen ist hier sehr wichtig. Hat Ihr Bad keine oder nur unzureichende Lüftungsmöglichkeiten, sollten Sie direkt nach dem Duschen Feuchtigkeit aufwischen und Ihr Handtuch auch nicht im Bad trocknen lassen. Hängen Sie das Handtuch lieber in einem anderen Raum auf.

Keller

Der Keller ist im Winter unkritisch, was das Lüftungsverhalten angeht. Die Lüftung kann, anders als in den Sommermonaten, zu jeder beliebigen Tageszeit erfolgen. Generell ist auch im Keller ein regelmäßiger Luftaustausch notwendig.

Berufstätig?

Sollten Sie berufstätig sein und Ihre Wohnung tagsüber nicht bewohnen, so ist die Zeit vor und nach Ihrer Arbeit für ein richtiges Lüftungsverhalten absolut ausreichend.

Morgens einmal richtig Querlüften und das Gleiche wieder, wenn Sie nachmittags oder abends nach Hause kommen. Wenn Sie dann noch einmal vor dem Schlafengehen die Fenster öffnen, ist für genügend Luftaustausch gesorgt.

Welche Luftfeuchtigkeit ist normal?

Hygrometer sind Instrumente zur Messung der Luftfeuchtigkeit. Diese zeigen die relative Luftfeuchtigkeit in % an. Die Anschaffung ist nicht teuer. Gute Geräte erhalten Sie schon ab 10,- € im Baumarkt.

Die ideale Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung liegt zwischen 40% und 60%. Steigt die Luftfeuchtigkeit auf über 60% an, sollte sofort gelüftet werden. Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft bei über 60%, so sollten Sie Ihr Lüftungsverhalten generell hinterfragen.

 

Fazit

Richtiges Lüften ist auch im Winter nicht schwer. Vermeiden Sie generell Kipplüftung und öffnen Sie Ihre Fenster drei- bis viermal täglich für fünf Minuten komplett. Sorgen Sie dabei durch das Öffnen mehrerer Fenster für Durchzug.

Ein Hygrometer kann Ihnen helfen, Ihr Lüftungsverhalten zu überwachen und gegebenenfalls zu optimieren.     

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