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26.11.09 12:36 Alter: 283 days
Umweltbundesamt: Vorsicht bei Schimmelpilzbefall
Von: Thomas Bahne
 Schimmel im Wohnraum nicht unterschätzen
Die winterliche Jahreszeit kann bei beheizten Wohnräumen auch ihre schönen Seiten haben. Das sollte Hausbewohner aber nicht vom täglichen Lüften abhalten. Denn falsches Lüftungsverhalten und Feuchtigkeitsschäden führen häufig zu Schimmelpilzbefall.
Entgegen einem häufig anzutreffenden Irrglauben ist Schimmel keinesfalls auf unhygienische Verhältnisse zurückzuführen. Er entsteht bei falsch oder mangelhaft belüfteten Räumen, sehr häufig aber auch durch Baumängel, wie Feuchtigkeitsschäden und Wärmebrücken auf Grund eines Wärmedämmdefizits an den inneren Wandoberflächen. Doch was ist zu tun, wenn sich Schimmel im Haus ausbreitet? Kleinere etwa handflächengroße Stellen kann man zur Not eigenhändig mit 70-80%-igem Isopropyl-Alkohol entfernen. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Es sollten unbedingt Schutzhandschuhe, eine Schutzbrille und ein Atemschutz getragen werden. Denn bereits durch das Entfernen gibt der Pilz vermehrt die allergieauslösenden Sporen ab. Atembeschwerden, Herzrythmusstörungen und Kreislaufprobleme können die Folge sein. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb ab einem Befall von mehr als einem halben Quadratmeter, unbedingt einen Fachmann zu Rate zu ziehen. „Wir schotten im Bedarfsfalle die betroffenen Räume mit Trennwänden ab“, erklärt Dipl.-Ing. Stephan Keppeler, Technischer Leiter von ISOTEC. „Die Sporen sind sehr flugfähig, fürs bloße Auge unsichtbar und können sich ohne Trennwände im ganzen Wohnraum verteilen – bis ins Kinderzimmer“, erklärt Keppeler. Entscheidend sei „dass die Ursache des Schimmelpilzes beseitigt wird, damit die Bewohner und der Eigentümer dauerhaft Ruhe vor dem Schaden haben.“
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